Archiv für die Kategorie ‘Showbiz’

Die BILD vermeldet heute, dass Ulrich Wickert Vater wird. Am Ende des Artikels wird „für junge BILD-Leser“ erklärt, wer der Mann überhaupt ist:

„Wickert ist der lange TV-Moderator (1,96 cm) aus dem Til-Schweiger-Hit „Kokowääh“ (1 Mio. DVDs!). Er ist in Tokio geboren (sprach als Kind Japanisch).“

Advertisements

Während Heidi Klums schrille Halloweenkostüminszenierungsmedienspektakel alljährlich große boulevardeske Aufmerksamkeit erfahren, überrascht Steffi Graf auf ihrer Internetseite mit einer leisen, ehrlichen, traditionellen Verkleidung. Steffi hat sich aus einem alten Tennisröckchen eine Schlumpfine gebastelt. Sie schreibt: „We always have a great time on Halloween celebrating with friends and family trying to outdo each other with creative costumes.  Here I am as Smurfette for this year’s party.“ Eine Erklärung, warum ihre Interpretation der Schlumpfine fluoreszierend grün ist, bleibt sie uns allerdings schuldig.
Mit der gleichen Kostümierung, aber in original schlumpfigem Blau, belegte meine kleine Schwester vor 25 Jahren bei der Kostümprämierung einer Kinderfaschingsparty den letzten Platz, wofür sie mir heute noch Leid tut. Prinzessin kann doch jeder. Das sieht Steffi wohl auch so.

Steffi Graf als Schlumpfine, Halloween 2011

Steffi Graf als Schlumpfine, Halloween 2011

Beth Ditto

Veröffentlicht: 4. September 2009 in Musik, Showbiz, TV
Schlagwörter:, , , , , , , , ,

Der 12. Todestag von Lady Di zog medial eher unbeachtet an uns vorbei. Lediglich Super RTL, bei vielen irgendwo hinter Programmplatz 60 versteckt, sendete zwei veraltete RTL-Dokus über die Todesnacht und das Verhältnis zu ihren Söhnen. Auch Michael Jackson hat sich doch eigentlich schon vor 12 Jahren mit dem Ende seiner letzten Welttournee von seinen Fans verabschiedet. Die Frage ist, wer bleibt? Madonna? Spätestens nach ihrem Schwächeanfall in Budapest ist eines klar: Die Welt wartet auf neue Stars. Superstars. Ikonen. Mary Beth Patterson alias Beth Ditto, aufgewachsen in einem Trailer Park in Searcy, Arkansas, könnte diese Lücke füllen. Seit ihrem Auftritt bei TV Total, der in seiner einprägsamen Wucht stark an die Auftritte der jungen Bette Midler in Johnny Carsons Tonight Show erinnert, ist sie auch hierzuland in aller Munde. Lagerfeld adelte sie bereits, indem er formulierte, sie habe das, was viele Models nicht haben, nämlich Persönlichkeit. Die 28-jährige Sängerin der Band Gossip gibt sich formidable. Sie wird als der neue Liebling der Modewelt bezeichnet, lebt offen lesbisch und engagiert sich für die LGBT-Bewegung. Ihr neuester Song, Heavy Cross, hat das Potenzial, zu ihrem Markenzeichen zu werden, ähnlich wie The Rose für Bette Midler oder I Got You Babe für Cher.

 

Aalen in Baden-Württemberg ist eine lebenswerte Stadt im Herzen Süddeutschlands. Die knapp 70.000 Einwohner sind stolz auf die weit zurückreichende Historie, vor allem auf den zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannten Limes. Viele bekannte Persönlichkeiten kommen aus Aalen, darunter bedeutende Größen wie der Publizist Johann Gottfried Pahl, der Mozart-Vertraute Abbé Bullinger und der Kulturwissenschaftler Hermann Bausinger. Zu den prominentesten Söhnen und Töchtern zählen der ehemalige Telekom-Vorsitzende Walter Raizner, Tennisspieler Charly Steeb und die derzeitige Polylux-Moderatorin Katrin Bauerfeind. Stolz ist die Stadt vor allem auf ihre Künstler. Die Bandbreite reicht von Maler Sieger Köder über den Dichter und Komponisten Christian Friedrich Daniel Schubart bis hin zu Schlagersänger Tommy Steiner. Viele bekannte Persönlichkeiten kommen nach Aalen, das kulturelle Leben der Stadt kann sich sehen lassen: Regelmäßige Jazzevents, Kabarett mit Harald Schmidt und Gerd Dudenhöffer, Konzerte mit Herbert Grönemeyer, James Brown, Nena, DJ Bobo, *NSYNC und den Backstreet Boys – die Liste ist lang. Umso unverständlicher ist es, was sich vergangenen Mittwoch (31.10.2007) hinter den Mauern des Aalener Rathauses zugetragen hat.

Einem absoluten Weltstar verweigerte man den Auftritt: Elton John. Dessen Management wählte Aalen als Ort für das einzige Konzert, das der Ausnahmekünstler 2008 in Deutschland geben sollte. Der exzentrische Brite zählt seit den frühen 1970er Jahren mit mehr als 450 Millionen verkauften Tonträgern zu den weltweit erfolgreichsten Musikern. In Deutschland kennt ihn spätestens seit der Übertragung der Beerdigung von Lady Di, als er mit seinem Song „Candle in the Wind“ Menschenmassen zu Tränen rührte, jeder. Seine letzte Tour führte ihn 2005 in Städte wie Hamburg (Color Line Arena), Oberhausen (König-Pilsner-Arena), Stuttgart (Schleyerhalle) und Mannheim (SAP-Arena).

Nach dreijährigen Verhandlungen hat es der Konzertveranstalter „Provinztour“ geschafft, Elton John ins Aalener Waldstadion zu holen, das bei seinem Ausbau vor wenigen Jahren nicht nur als Fußball-, sondern auch als Kulturstadion geplant war. Avisierter Konzerttermin: 4. Juli 2008. Doch Elton John hat nicht mit dem städtischen Grünflächenamt (!) gerechnet. Das Konzert wurde abgelehnt. Hintergrund der Lokalposse: Der örtliche Fußballverein schickt sich an, in die zweite Bundesliga aufzusteigen – die Saison 08/09 beginnt Anfang August und im Rathaus wird befürchtet, der Rasen könne sich innerhalb von 3 Wochen nicht regenerieren. Dabei haben sich Sponsoren bereit erklärt, eine teure Rasenabdeckung zu organisieren, wie sie in vielen anderen Fußballstadien benutzt wird. Nach zwei Tagen wäre der Rasen wieder bespielbar. Wie die Schwäbische Post am 3. November 2007 berichtete, will der Leiter des städtischen Grünflächenamts die Verantwortung für den Rasen nicht übernehmen. Aalen bekommt statt dessen wieder Herbert Grönemeyer, weil er vier Wochen früher Zeit hat als Elton John und das mit den Bundesligaplänen des VfR Aalen korrespondiert.

„Provinztour“ hätte in den nächsten Jahren noch Stars wie Phil Collins oder Peter Gabriel nach Aalen bringen können. Doch dieser Veranstalter ist vergrault. Über den freien Termin am 4. Juli verhandeln jetzt Städte wie Kopenhagen und Barcelona. Auf der Warteliste für ein Elton-John-Konzert stehen über 500 Städte in ganz Europa.